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Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 09. April 2008 um 19:35 Uhr
Schreiben Sie möglichst in Ihrer eigenen Ausdrucksweise. Suchen Sie für Ihre Bewerbung nicht eigens viele Fremdwörter aus dem Fremdwörterbuch, nur um den Empfänger zu beeindrucken oder um gut dazustehen. Spätestens im Vorstellungsgespräch fällt das auf.
  • Bleiben Sie wer Sie sind, wenn Sie Sätze formulieren. Benutzen Sie die Sprache, die Sie auch im Umgang mit anderen im Alltag verwenden würden.
  • Auf der anderen Seite sind umgangssprachliche Wörter, wie sie auf der Straße zwischen Jugendlichen benutzt werden absolut verpönt.
    „Hey Alter, was geht ab?“ drücken Sie besser dadurch aus, dass Sie sagen: „Ich interessiere mich sehr für die Neuerungen in Ihrer Firma.“
  • Im Umgang mit unbekannten Fremdwörter sollten Sie vorsichtig sein. Verwenden Sie die deutschen Entsprechungen oder umschreiben Sie den Begriff kurz.
  • Machen Sie kurze und einprägsame Sätze, die sich einfach lesen und verstehen lassen. Der Personaler hat bei der Lektüre gegenüber Ihnen den Nachteil, dass er nicht weiß, worauf Sie hinaus wollen, wenn Sie einen Endlossatz formulieren, der mindestens zwei verschachtelte Nebensätze enthält, die zum Überfluss noch völlig überflüssig sind und die sein Lesevergnügen und Ihre Erfolgschancen so weit schmälern, als würden Sie beim Roulette Ihren ganzen Einsatz auf eine einzige Zahl setzen.
    Verstanden? – Eben!
  • Bauen Sie keine Ironie in den Text ein. Diese Anleitung ist in dieser Hinsicht leider ein schlechtes Beispiel, aber Ironie beim Lesen verstehen ist etwas anderes, als Sie verständlich zu schreiben. Nehmen Sie den Leser Ernst, in dem Sie solcherlei Formulierungen weglassen.
  • Auch Übertreibungen, also Superlative meiden Sie bitte. Sie können zwar schreiben, dass Sie beim Tippen auf der Schreibmaschine 120 Anschläge pro Minute schaffen, vermeiden Sie aber den Satz „Meine Tippkünste waren im Kursus legendär und man nannte mich ‚Der mit den schnellen Fingern’.“
  • Zu große Zurückhaltung beim Ausdrücken der eigenen Fähigkeiten ist ebenso unangebracht wie übertriebenes Eigenlob. Ein gesunder Stolz auf das was Sie erreicht haben ist durchaus angebracht.
  • Formulieren Sie offensiv und selbstbewusst. Schließlich können Sie etwas. (Jeder kann was, – hoffentlich!)

Schreiben Sie so, wie Sie normalerweise mit einem Ihnen wichtigen Menschen sprechen würden, wenn es um etwas von Belang geht, von dem Sie ihn überzeugen wollen. „Reden“ Sie so, dass der andere Ihren Gedankengang leicht nachvollziehen kann, gut verständlich, nicht geschwollen, abgehoben oder total übertrieben. Denken Sie aber daran, dass Sie für sich werben wollen und das Sie daher auch nicht Ihr Licht unter den Scheffel stellen sollten. Werbung bedeutet immer positive Selbstdarstellung. Im optimalen Fall entspricht das der Wahrheit.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 29. September 2008 um 13:36 Uhr
 
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