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Die telefonische Bewerbung oder die telefonische Jobanfrage sollten Sie genauso gezielt im Voraus vorbereiten wie die schriftliche Bewerbung. Dazu gehört vor allem, dass Sie sich intensiv mit Ihrem beruflichen Lebenslauf und Ihren Qualifikationen auseinandergesetzt haben. Eingängig studiert haben sollten Sie auch die Stellenanzeige, auf die sich sich gegebenenfalls beziehen. Die Recherche im Internet oder auf anderen Wegen, um den Betrieb kennenzulernen, gehört so selbstverständlich zur Vorbereitung wie bei der Schriftform. Aber noch etwas gehört zur Vorbereitung. Denn: auch wenn der Angerufene nicht weiß, dass Sie anrufen und Sie ihn unvorbereitet überraschen, Sie können Ihren Anruf vorbereiten.
Planen Sie die Zeit Ihres Anrufs genau: überlegen Sie, wann Sie bei Ihrem Gegenüber auf möglichst offene Ohren stoßen. In Stoßzeiten des Betriebs, in denen es dem Betrieb darum geht die eigenen Kunden gut zu bedienen, finden Sie tendenziell schwerer Gehör. Am Beispiel eines Handwerksbetriebs mit Kundendienst und 5-Tage-Woche könnte man annehmen, dass der Anruf am Morgen des ersten Werktags in der Woche unpassend kommt, da gerade die Arbeitsplanung für die Woche überarbeitet wird: es sind möglicherweise eingeplante Mitarbeiter ausgefallen, es sind über das Wochenende neue und dringende Anfragen von Kunden eingegangen, der Betrieb muss erst wieder angefahren werden, usw. Und dann kommen Sie im dichtesten Betrieb und Fragen, ob in nächster Zeit ein Job frei wird. Wundern Sie sich dann bitte nicht, wenn man kurz angebunden ist. -
Schaffen Sie die technischen Voraussetzungen für einen ungestörten Anruf: dazu gehört ein voller Akku im Schnurlostelefon oder Handy, ein ausreichendes Guthaben auf der Handykarte, eine Stelle mit gutem Empfang, etc. Sorgen Sie einfach dafür, dass Sie die Technik nicht unterbricht oder stören kann. Sonst müssen Sie nochmal anrufen und sich erklären. Das ist unangenehm und der gescheiterte Versuch wird Ihnen im schlechtesten Fall angekreidet. -
Schaffen Sie die äußeren Voraussetzungen für einen ungestörten Anruf: suchen Sie Räumlichkeiten auf, in denen Sie für die Vorbereitung, die Dauer des Telefonats und die Nachbereitungszeit ungestört bleiben. Verbarrikadieren Sie die Türen, hängen Sie ein Schild an die Tür „Bitte nicht stören“, telefonieren Sie wenn Ihre Kinder und Ihr Hund schlafen, schalten Sie die Haustürklingel ab, stellen Sie alle anderen Apparate ab, die Töne von sich geben (Radios, Spül- und Waschmaschinen, Klingeln, Zweittelefone, Wecker, Fernseher, ...), schließen Sie ggf. das Fenster, warten Sie bis die Kirchturmuhr zwölf geschlagen hat, usw. -
Sorgen Sie für eine angenehme Atmosphäre: manche Menschen brauchen eher innere Ruhe und Entspannung, manche brauchen eher etwas mehr Anspannung, um genug Aufmerksamkeit und Energie für einen Anruf zu entwickeln. Dem einen kann daher eine Tasse Kaffee und ein Kaugummi helfen, sich zu entspannen und vorzubereiten, dem anderen hilft es vielleicht vorher ein paar Kniebeugen zu machen. Egal wie sie es mögen, die richtige Atmosphäre sollte bei Ihnen für eine positive Grundstimmung sorgen. Beim Telefonieren sollten Sie den Kaugummi wieder ausgespuckt haben und nicht mehr um Luft ringen müssen. Achten Sie aber darauf, dass bei aller Suche nach einer geeigneten Atmosphäre ein ausreichendes Zeitfenster in der Woche übrig bleibt, um erfolgreich auf die Arbeitgeber zugehen zu können. Wer es nur einmal in der Woche für eine Stunde schafft eine solche Atmosphäre zu schaffen, der muss schon viel Glück haben bei seinen wenigen Anrufen. -
Legen Sie Ihre Arbeitsmittel zurecht: dazu gehört Ihre Liste mit den Daten der Arbeitgeber, die Sie kontaktieren möchten, die Hintergrundinfos zu den Arbeitgebern, der Telefonleitfaden, den Sie vorher entwickelt haben, etwas Papier, mehrere Stifte, eine Uhr und zuletzt natürlich Ihr Telefon. Auch ein Getränk Ihrer Wahl gehört dazu, um Ihre Stimme zu „schmieren“. Neben der inhaltlichen Vorbereitung auf die telefonische Jobanfrage, gehört auch eine eingehende Vorbereitung des eigentlichen Telefonats dazu. Laden Sie den Telefonakku, planen Sie die Zeit Ihres Anrufs, stellen Sie sich ein Getränk bereit, um bei Stimme zu bleiben, suchen Sie sich einen ruhigen Raum, usw. Darüber hinaus vergessen Sie bitte auf keinen Fall Ihren persönlichen Telefonleitfaden bereit zu legen, mit dem Sie sich vorab auf den eigentlichen Inhalt des Telefonats vorbereitet haben. |