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Telefonische Bewerbung - Falsch verbunden. Hör mal, wer da spricht! PDF Drucken E-Mail

Nachdem Sie sich eingehend vorbereitet haben beginnt jetzt das eigentliche Telefonat. Je nachdem, ob Sie die Durchwahlnummer und den Namen des Ansprechpartners im Betrieb haben, der für Personal im von Ihnen gesuchten Bereich zuständig ist, entscheidet sich, wie einfach der Einstieg ins Telefonat sich gestaltet.

  • Es gilt: Je mehr brauchbare Informationen Sie zuvor bei Ihrer Recherche in der Vorbereitung sammeln konnten, umso zielgerichteter können Sie nun vorgehen und umso schneller gelangen Sie zum richtigen Gesprächspartner für Ihr Anliegen.

Ansonsten brauchen Sie mehr Geschick und einen längeren Atem, kommen oft aber auch an Ihr Ziel.

Sobald das Freizeichen in Ihrem Hörer erklingt werden Sie merken, wie die Anspannung bei Ihnen steigt. Wer meldet sich, wie ist die Stimmung beim Angerufenen und will ich überhaupt mit ihm sprechen? Das sind nur einige Ihrer Fragen.

 

Da Sie jedoch von sich aus anrufen und Ihr Gegenüber vermutlich ebenso überrascht ist, ist es an Ihnen sich zuerst einmal kurz vorzustellen, bzw. die Vorstellung des Angerufenen zu erwidern.

  • „Guten Tag, mein Name ist ...“,

  • „Hier spricht …, guten Tag.“,

sind gute Einleitungen.

Weniger optimal aber auch gut ist es, zuerst seinen Namen zu sagen und dann den Gesprächspartner zu grüßen. Das liegt einfach daran, dass Ihr Name ansonsten im Beginn des Gesprächs untergeht. Und das wäre gegen Ihren Plan. „Thorsten Wunnemann am Apparat, guten Tag.“, ist in der Regel schlechter zu verstehen, weil auch der Angerufene sich erst mal auf Sie und Ihre Stimme einstellen muss und unweigerlich über den Namen stolpern muss, den er wiederum gar nicht kennt. Zudem macht es Sinn seinen Namen zum besseren Verständnis noch einmal zu wiederholen. Wenn Sie sagen: „Thorsten Wunnemann am Apparat, guten Tag. Mein Name ist Wunnemann.“, dann hört sich das für den anderen an, als wenn Sie ihn für ziemlich unterbelichtet halten.

„Guten Tag mein Name ist Wunnemann, Thorsten Wunnemann.“, ist daher eine passende und ziemlich unmissverständliche Einleitung und die Basis für ein gutes Gespräch. Sie unterstreicht durch die Wiederholung den komplizierten Nachnamen und bringt durch das Hinzunehmen des Vornamens gleichzeitig etwas Vertraulichkeit ins Gespräch.

Es ist Ihnen erlaubt an diese kurze Vorstellung, direkt eine einleitende Frage anzufügen. Oder Sie warten ab, bis der Angerufene in der Regel nach Ihrem Anliegen gefragt hat.

Wichtig ist es diese Einleitung zuvor für sich überlegt zu haben, denn Sie muss direkt ins Schwarze treffen. „Ich melde mich auf Ihre Stellenanzeige für einen Metzgergesellen.“, fasst Ihr Anliegen in den wichtigsten Punkten zusammen. Zugleich ist es genau das, was in einer schriftlichen Bewerbung oben in der Betreff- und in der Bezugszeile stehen könnte (siehe schriftliche Bewerbung).

  • „Bin ich bei Ihnen richtig?“,

  • „Sind Sie der zuständige Ansprechpartner?“,

  • „Wem darf ich mich als Bewerber vorstellen?“,

sind die richtigen Fragen, um herauszufinden, ob Sie beim richtigen Adressaten für Ihr Anliegen sind. (Diese Frage können Sie zusätzlich mit der Frage verbinden, ob Sie im rechten Zeitpunkt anrufen oder ob man eine Minute Zeit für Sie hat. Bedenken Sie immer, dass der Angerufene den Zeitpunkt Ihres Anrufs nicht im Voraus erahnen konnte. Siehe Artikel „Kalt erwischt. Anrufe im falschen Moment.“)

Der Gesprächspartner wird Ihnen antworten. Wenn er nicht der richtige Ansprechpartner ist, bitten Sie ihn, Ihnen diesen zu nennen. Oder Sie bitten darum, Sie zu dem passenden Ansprechpartner durchzustellen. Fragen Sie zusätzlich unbedingt nach dessen Namen und wenn möglich auch nach seiner Funktion. Notieren Sie die Informationen (leserlich) auf Ihrem Notizblock. Bedanken Sie sich bei Ihrem jetzigen Gesprächspartner persönlich und verabschieden Sie sich von ihm, auch wenn das Gespräch bis jetzt vermutlich noch keine halbe Minute alt ist. Die persönliche Verabschiedung erfordert es, dass Sie sich den Namen dessen, der sich am Telefon gemeldet hat, gemerkt haben. Wenn Sie den Namen am Anfang nicht richtig verstanden (oder in der Aufregung vergessen) haben, dann fragen Sie freundlich nochmal nach, bevor oder während Sie sich persönlich bedanken.

  • „An wen kann ich mich denn in Ihrem Haus wenden?“,

  • „Wer ist für die Einstellung des Metzgergesellen in Ihrer Metzgerei zuständig?“,

  • „Mit wem könnten Sie mich denn verbinden, dem ich mich als neuer Mitarbeiter vorstellen kann?“,

sind einige der Fragen, die Sie stellen können, um Ihrem Ziel näher zu kommen.

  • „Vielen Dank Frau Meierkort.“ – „Das habe ich doch richtig verstanden?“ – Auf Wiederhören.“,

  • „Vielen Dank für Ihre Hilfe und dass Sie mich zum Metzgermeister Herrn Grotewohl durchstellen, Frau Meierkort. Auf Wiederhören.“,

beenden das Gespräch mit diesem ersten Gesprächspartner.

Wenn Sie mit mehr Informationen ins Telefonat gehen, dann können Sie sich sicher einige Stationen ersparen. Sie gelangen schneller zur Person, die Ihre Bewerbung entgegen nimmt. Trotzdem gelten die zuvor genannten Grundsätze auch hier. Wer sagt denn, dass der Ansprechpartner nicht inzwischen gewechselt hat. Vielleicht ist der Ihnen bekannte Ansprechpartner erkrankt oder schon aus dem Betrieb ausgeschieden. Wenn Sie beim geschilderten Vorgehen bleiben, dann geraten Sie auch dann nicht aufs Glatteis und kommen sicher an Ihr Ziel.

Der Beginn Ihres Telefonats muss sicherstellen, dass Ihre Vorstellung beim zuständigen Gesprächspartner ankommt und nicht bereits auf dem Weg dorthin abgewiesen wird. Seien Sie höflich, freundlich und verbindlich, egal mit wem Sie sprechen und notieren Sie alle Informationen und Personen, so wie Rufnummern und ggf. auch getroffene Vereinbarungen. Versuchen Sie einen persönlichen Draht zum Unternehmen und seinen Mitarbeitern zu bekommen. Dieser Anfang geht der eigentlichen Bewerbung voraus, ist aber Ihre Eintritts- und erste Visitenkarte bei einer möglichen Entscheidung für Ihre Mitarbeit im Unternehmen.

 

 
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